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Die Bienen und das Unsichtbare

Die Bienen und das Unsichtbare

€ 24,70
inkl. 10%-MwSt. (=€ 2,25)
Andere Sprachen
Herausgeber:
Suhrkamp Verlag AG
Edition:
3
Erscheinungsdatum:
26.10.2020
ISBN:
978-3-518-42965-5
Form:
215cm x 215cm, 508g
Seiten:
416
 
Mit Abbildungen
Hardcover
Beschreibung

Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.«

Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.

Autor / Autorin: Setz, Clemens J.

Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er Mathematik und Germanistik studierte. Heute lebt er als Übersetzer und freier Schriftsteller in Wien. 2011 wurde er für seinen Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Sein Roman Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012 und wurde mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013 prämiert. 2014 erschien sein erster Gedichtband Die Vogelstraußtrompete. Für seinen Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre erhielt Setz den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2015. Mit Vereinte Nationen war Setz 2017 und mit Die Abweichungen 2019 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. 2021 wurde er mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Stichwörter:

Entspannen, Andere Sprachen, Eintauchen, Hardcover, Softcover / Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945), Moderne und zeitgenössische Belletristik, Geschichte, Österreich, Gedichte, Übersetzung, Essay, Dichter, Georg-Büchner-Preis, Lebenskrise, Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, Esperanto, Nonsens, Game of Thrones, Memoir, Sprachentwicklung, Muttersprache, Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes, Die Stunde zwischen Frau und Gitarre, Berliner Literaturpreis, Bliss, Bliss-Symbol, Blissymbolics, Charles Bliss, Das Lied von Eis und Feuer, Der Trost runder Dinge, Elberfelder Pferde, erfundene Sprachen, existenziell, High Valyrian, Kayfabe, Klingonisch, künstliche Sprachen, Plansprachen, persönlich, Rettung der Menschen, Rettung der Welt, Samuel Delany, Sprachenerfindung, Symbolsprache, Talossa, Volapük, August Walla, Echolalie, Edmund Mach, Ernst Herbeck, H. C. Artmann, Malmö, nonsense, Nonsensdichtung, Nonsensliteratur, Philip K. Dick, Valyrisch, Wassilij Eroschenko, Grammatik, Syntax und Morphologie, Kultur- und Medienwissenschaften, Literarische Essays, Memoiren, Berichte/Erinnerungen, Reportagen und journalistische Berichterstattung oder zusammengestellte Kolumnen, Sozial- und Kulturgeschichte, Übersetzen und Dolmetschen, Esperanto, Kunstsprachen