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Die Lebensentscheidung

Die Lebensentscheidung

€ 22,70
inkl. 10%-MwSt. (=€ 2,06)
Hardcover, Softcover / Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Herausgeber:
Suhrkamp Verlag GmbH
Edition:
3
Erscheinungsdatum:
18.02.2026
ISBN:
978-3-518-43274-7
Form:
208cm x 208cm, 304g
Seiten:
158
Hardcover

Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen:
»Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«

Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.

Autor / Autorin: Menasse, Robert

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.

Kritik: Berliner Zeitung

»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise wach, so gibt sie wenigstens noch brillanten Erzählstoff her.«

Kritik: Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus, ohne Längen oder gewollte Ambivalenzen.«

Kritik: NZZ am Sonntag

»Robert Menasse, der grosse schreibende Europäer, hat sich mit dieser witzigen, sanften, tollkühnen Novelle selbst übertroffen.«

Kritik: Bunte

»Das ist eine kluge, ebenso zarte wie gnadenlose Novelle über eine Lebensentscheidung, die man gar nicht treffen kann – die tritt sozusagen das Leben letztlich selbst.«

Kritik: WDR

»... meisterhaft erzählte menschliche und politische Einblicke in den Brüsseler EU-Politikbetrieb.«

Kritik: Oberhessische Presse

»Es ist ein bitterer Wettkampf um das Überleben zwischen Mutter und Sohn ... Diesen beschreibt Menasse mit sehr viel Wärme, Empathie, Melancholie und Genauigkeit. Er lädt die Leser dazu ein, mitzuleiden und auch die Todesgedanken an sich heranzulassen. Hier werden die letzten Dinge verhandelt, und dies kann keinen kalt lassen.«

Kritik: Republik

»Menasse treibt ein virtuoses Spiel mit der Gattung Novelle ...«

Kritik: Darmstädter Echo

»Lebensnäher kann Literatur kaum sein.«

Kritik: Lüdenscheider Nachrichten

»[Ein] kunstvoller, bei aller Tragik eben nicht schwermütiger Text ... Menasse schuf Figuren, die sich einprägen.«

Kritik: Aachener Zeitung

»Täuschungen und halbherzige Bekenntnisse, Selbstgefälligkeiten und Statusstolz, Lebensangst und Lebenslust kommen da auf die Erzählbühne. Wie Menasse das macht, ist große Kunst.«

Kritik: Gießener Anzeiger

»[E]ine restlos großartige Lektüre ... Robert Menasse zeigt sich mit die sem konzentrierten Buch auf der Höhe seiner Schreibkunst.«

Kritik: Nürnberger Zeitung

»Auf 158 existenziellen Seiten verschwendet Menasse ... keinen Satz. Unbedingt lesen! «

Kritik: bz Basel

»Rührend, grotesk– mit messerscharfer Sprache.«

Kritik:

»Eine kunstvoll gebaute Novelle darüber, wie europäische Geschichte, Politik und familiäre Bindungen in einem einzelnen Leben aufeinanderprallen.«

Kritik: Kleine Zeitung

»Das Aufregende an diesem Meisterstück einer Novelle ist, dass sie so unaufgeregt und mitunter sogar humorvoll die Reise ins Land der letzten Dinge antritt.«

Kritik: Berliner Morgenpost

»Das muss man erstmal als Autor hinbekommen, politisches Statement und Liebesgeschichte wie selbstverständlich zusammenzubringen.«

Kritik: SRF

»Man merkt, Robert Menasse hat ein feines Gespür für's Tragische wie für's Komische. ... Anregend.«

Kritik: NDR

»Zwischen verschwiegenen Leiden, schwarzem Humor und stiller Zärtlichkeit: Robert Menasse beschreibt in seinem neuen Roman eine ungewöhnliche, kitschfreie Liebesgeschichte zwischen Mutter und Sohn.«

Kritik: Augsburger Allgemeine Zeitung

»Robert Menasse erzählt in diesem kleinen Stück großer Literatur ohne Pathos, mit Empathie und auch mit trockenem, fein dosiertem Humor vom Sterben seines EU-Bürgers.«

Kritik: lokalkompass.de

»Robert Menasse erzählt ... mit großer Empathie und einem Höchstmaß an menschlicher Wärme.«

Kritik: Heilbronner Stimme

»[Menasse erzählt] mit feinem, oft trockenem Humor, mit liebevoll bösen Beobachtungen ...«

Kritik: Die Furche

»Wie Robert Menasse dieses Versteckspiel zweier Menschen, die einander so nahe stehen (und so ähnlich sind), beschreibt, das ist grandios und trotz aller Tragik oft komisch.«

Kritik: Tiroler Tageszeitung

»Robert Menasse ... bohrt sich mit markanten Sätzen direkt ins Herz der Leserinnen und Leser.«

Kritik: Der Standard

»[Der Protagonist] will nicht vor seiner Mutter sterben. ... Ein ... Wettlauf, von Menasse mit großer lakonischer Könnerschaft inszeniert ...«

Kritik: Rheinische Post

»... selbst für europamüde Leser [wäre es] ein Versäumnis, Menasses Novelle nicht zu lesen.«

Kritik: SWR

»Falls eine EU-Norm für unter die Haut gehende Prosa in Planung sein sollte – bei dieser Novelle könnte sie Maß nehmen.«

Kritik: Die Presse

»[Menasse] gelingt, was literarisch zum Schwierigsten überhaupt gehört: kluger Witz, der das Aussichtsloseste raffiniert einhüllt und einen herzhaft zum Lachen bringt.«

Kritik: Oberösterreichische Nachrichten

»Die ebenso erhellende wie feinfühlige Schilderung der Mutter-Sohn-Beziehung gehört zum Besten, was Robert Menasse jemals geschrieben hat.«

Kritik: Salzburger Nachrichten

»... mit Wendungen ..., die eine bestürzende Intensität haben.«

Kritik: Falter

»... auf dem engen Raum einer Novelle läuft er als Erzähler zur Hochform auf.«

Kritik: Prog & Prosa, Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern

»Autor Menasse legt ein feines, psychologisch ausgeforschtes Stück Literatur vor, existenziell, ergreifend. Bei all dem zugänglich – und bemerkenswert sprachkreativ.«

Stichwörter:

Entspannen, Hardcover, Softcover / Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945), Novelle (Kurzroman), Leben, Literatur, Sterben, Liebe, Familie, Mutter, Sohn, Mutter-Sohn, Mutterliebe, Tod, Überleben, Trauer, Schmerzen, Krankheit, Die Hauptstadt, Die Erweiterung, Bestseller, Brüssel, Brüssel Bruxelles, Bürokratie, Deutscher Buchpreis, EU Europäische Union, Europa, Europäische Kommission, Europäische Union, Krebs, Ruhestand, Überlebenswettkampf, Verlust, Wettlauf, Wien, aktuelles Buch, Belgien, Bücher Neuerscheinung, Deutscher Buchpreis 2017, Kakehashi-Literaturpreis 2024, Mitteleuropa, Neuerscheinung 2026, neues Buch, Österreich, Prix du livre européen (Europäischer Buchpreis) 2023, Westeuropa, Belletristik: Themen, Stoffe, Motive: Tod, Trauer, Verlust, Familienleben, Moderne und zeitgenössische Belletristik: allgemein und literarisch, Umgang mit / Ratgeber zu Krebs, Brüssel, Bruxelles, EU, Europäische Union, Wien, ca. 2020 bis ca. 2029, Relating to family / families

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